Digital Women* Day
Frauen* und FLINTA* sprechen über coole Dinge
Der Digital Women* Day 2026 ist eine Community-Initiative von Coworking Nürnberg und der Digital Women* Community. Gemeinsam wollen wir den Austausch in der Digitalbranche fördern, einen Safer Space für Fragestellungen aller Art bereitstellen und Frauen und FLINTA* über Unternehmensgrenzen und Erfahrungslevels hinweg miteinander vernetzen, denn: Hand in Hand macht es immer mehr Spaß.
Für den Tag haben wir ein vielschichtiges Programm erstellt, das fachliche sowie kulturelle Herausforderungen unter die intersektionale Lupe nimmt und Anregungen für direkt umsetzbare Lösungen gibt.
Wann? Mittwoch, 25. Juni 2026 ab 09 Uhr
Wo? Coworking Space Nürnberg
Anmeldung: Hier entlang, bitte

Programm
9 Uhr bis 10 Uhr
Networking Breakfast Club
Starte den Digital Women* Day 2026 mit einem entspannten Brunch! Wenn du angekommen bist und dich mit Kaffee und Snacks versorgt hast, geht’s direkt los mit unserem Netzwerk-Speed-Dating, um erste Kontakte zu knüpfen.
Fällt dir Networking schwer oder Du weißt nicht so recht, wie du ins Gespräch kommst? Kein Problem! Wir haben ein paar kreative Ideen für dich, damit Du mit wirklich allen, die Lust auf Austausch haben, in Kontakt trittst. Offen für Jede*n
10 Uhr bis 11 Uhr
Nicht später, nicht zusätzlich: Wie AI-Systeme Verantwortung mitdenken lernen
Responsible AI kann schnell zur Nebendiskussion werden. Wir versuchen einen anderen Weg: Verantwortung direkt im System zu verankern. Mit Maturity Check, Principles und Evidence Items bauen wir Themen wie Diversity, Fairness oder Sustainability in Prompts, Instructions und Systemkontexte ein. Nicht perfekt. Aber konkret, anschlussfähig und näher an der Praxis.
Speakerin:
- Constance Stein
11 Uhr bis 12 Uhr
Digitale Produkte nudgen immer – warum nicht in Richtung Nachhaltigkeit?
Ob Food Delivery, E-Commerce oder Energie-App: Digitale Produkte lenken Verhalten längst mit. Die Frage ist nicht, ob sie nudgen – sondern wofür. Dieser Vortrag zeigt, wie Behavioural Design und Green Nudges helfen, digitale Produkte nachhaltiger zu gestalten: mit wissenschaftlicher Basis, konkreten Cases und einer klaren These – Sustainability braucht nicht nur Tech, sondern Tech, die menschliches Verhalten mitdenkt.
Speakerinnen:
- Annalena Sommer
- Dr. Laura Sommer
13 Uhr bis 14 Uhr
Digital wird Dialog – Evolution der Markenkommunikation
Wir stehen vor einem historischen Wandel: Informationen werden durch Generative KI dialogfähig. Webseiten, Geräte und Programme beginnen erstmals eine echte Interaktion zwischen Menschen und Inhalten. Diese Transformation zur Dialoggesellschaft verändert die Spielregeln in der digitalen Kundenkommunikation. Der Vortrag zeigt visionären Frauen anhand konkreter Beispiele, wie Marken den Wandel vom digitalen Informationsanbieter zum Dialogpartner ihrer Kunden gestalten können.
Speakerin:
- Nesrin Backir
14 Uhr bis 15 Uhr
Sprache, die Barrieren abbaut - (Neuro)Inklusion im digitalen Produkten
Sprache entscheidet darüber, ob digitale Produkte verstanden werden oder zur Barriere werden. Gerade für neurodivergente Menschen können unklare Begriffe, komplexe Strukturen oder implizite Erwartungen die Nutzung erschweren. Der Vortrag zeigt anhand konkreter Beispiele, wie verständliche Sprache und klare Kommunikation digitale Produkte inklusiver machen – und warum davon am Ende alle Nutzer:innen profitieren.
Speakerin:
- Daria Lewandowska
15 Uhr bis 16 Uhr
From Solo Act to Ensemble: Building my Personal Karaoke Machine with Spec-Driven Development
Ich habe mit spezifikationsgetriebener Entwicklung (SDD) eine Karaoke-Maschine gebaut und dabei entdeckt, wie Klarheit dabei hilft, mit KI bessere Ergebnisse zu erzielen. Das Schreiben detaillierter Spezifikationen zwang mich dazu, genau darüber nachzudenken, was ich eigentlich baue. Sofort nutzbarer Code und schnellere Ergebnisse waren die Folge. Aber funktioniert eine einfache README genauso gut wie ausgefeilte Spezifikationstools? Dieser Vortrag teilt meine Reise beim Bau einer Karaoke-Maschine und reflektiert den Softwareentwicklungszyklus, wenn man sich für SDD entscheidet.
Speakerin:
- Nora Schöner
16 Uhr bis 17 Uhr
The Business of Belonging: Zugehörigkeit als Erfolgsfaktor für Teams und Produkte
Ausschluss aktiviert im Gehirn dieselbe Region wie körperlicher Schmerz. Belonging hingegen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Wer sich zugehörig fühlt, leistet mehr, bleibt länger und wird seltener krank. Trotzdem überlassen viele Organisationen Zugehörigkeit dem Zufall. In diesem Talk zeige ich, wie wir Belonging bewusst gestalten, in Teams und Produkten. Mit Daten, Beispielen von Microsoft bis Fenty Beauty, und strategischen Fragen, die ihr direkt anwenden könnt.
Speakerin:
- Antonia Fedder
17 Uhr bis 18 Uhr
The Robotics Muse - and How to Find It
Wo beginnt eine Robotik-Idee? Oft dort, wo Probleme den Alltag bremsen – in der Fabrikhalle, im Lager oder zuhause. Dieser Vortrag zeigt, wie alltägliche Herausforderungen aus Produktion, Logistik und dem Privatleben zur Quelle echter Innovation werden. Wir erkunden, wie man aufkommende Ideen erkennt, strukturiert und in konkrete Robotik-Forschungs- oder Lösungsfelder überführt – von der Muse bis zum Prototyp.
Speakerin:
- Natalia Ogorelysheva
18 Uhr bis 19 Uhr
Richtig von Anfang an: Warum ist es wichtig gute, neue Ideen von Anfang an inklusiv zu gestalten, so dass sie für alle nutzbar sind.
Großartige Ideen scheitern nicht daran, dass sie nicht klug genug sind — sie scheitern daran, dass sie nicht für alle funktionieren.
Es von Anfang an richtig zu machen, vereint vier Perspektiven darauf, was es wirklich braucht, um Innovation so zu gestalten, dass sie einschließt statt ausgrenzt. Von Barrierefreiheit und digitaler Teilhabe über KI in der Produktion und im Gesundheitswesen bis hin zur Stärkung unterrepräsentierter Stimmen in frühen Innovationsphasen untersucht dieses Panel eine zentrale Frage: Wen lassen wir außen vor — und warum?
Gemeinsam zeigen die Sprecher:innen auf, wo in Innovationsprozessen blinde Flecken entstehen — die subtilen Momente, in denen Produkte, Systeme oder Ideen unbeabsichtigt ganze Gruppen ausschließen. Sie stellen die Annahme infrage, dass Inklusion nur ein Zusatz ist, und positionieren sie stattdessen als Voraussetzung für sinnvolle, skalierbare und zukunftssichere Innovation.
Die Diskussion geht auf konkrete Herausforderungen ein: Wie können Unternehmen sicherstellen, dass KI alle Mitarbeitenden stärkt und nicht nur eine ausgewählte Gruppe? Was braucht es, um Gesundheitstechnologien zu entwickeln, die alle Patientengruppen fair behandeln? Warum fällt es bestimmten Stimmen — insbesondere Frauen — noch immer schwer, in frühen Innovationsprozessen sichtbar zu werden, und was kostet uns das als Gesellschaft? Und wie können interdisziplinäre Zusammenarbeit und die richtige Haltung Inklusion von einer Absicht zu echter Wirkung machen?
Auf Basis praktischer Erfahrungen aus UX, Produktion, Healthcare-KI und der Entwicklung von Start-ups teilen die Panelteilnehmenden konkrete Einblicke, Werkzeuge und Denkansätze. Die zentrale Botschaft ist klar: Inklusion ist keine Einschränkung — sie ist ein Katalysator.
Denn Innovation, die für alle funktioniert, entsteht nicht zufällig. Sie wird von Anfang an so gestaltet.
Auf dem Panel:
- Polina Shpudeiko
- Carmen Lungu
- Isabell Schllinger Ulbricht
- Beatriz González Mellídez
Ein paar organisatorische Dinge
Über den Tag hinweg konnte das Team viele tolle Speaker:innen gewinnen, die aus Ihrem Business- oder Forschungsalltag erzählen. Du kannst dich für jeden Slot (immer ca. eine Stunde) einzeln anmelden. Das heißt, du hast die volle Flexibilität: Ist es spannend, bleibst du einfach weiter sitzen und hörst der nächsten vortragenden Person zu. Kommt eine wichtige E-Mail rein, klinkst du dich aus und darfst gerne die Infrastruktur des Coworking Spaces nutzen, um ein paar ToDos abzuhaken.
Alle Slots des Digital Women Day findest du im Programm des Nürnberg Digital Festivals.
Achtung: Wegen einer Treppe ist die Location leider nicht komplett barrierefrei!